Hildegards Veilchensalbe

Ab ins Töpfchen mit der Li-la-laune Blume dachte sich die Hildegard. 

Denn "wenn jemand an seinem Kopf Schmerzen hat oder wen die Krebse verzehren und wenn jemand an seinem Körper Geschwüre hat, oder irgendwo von der Gicht gequält wird, der soll Veilchensaft nehmen, zu einem Drittel dieses Saftes Olivenöl abwiegen und die Menge des Veilchensaftes an Bockstalg abmessen, das alles zusammen in einem Topf zum Kochen bringen und eine Salbe bereiten."



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Ich hab's so gemacht:
💠 Eine große Handvoll Veilchen (Blüten und Blätter) mit 1-2 El Wasser zu einem Brei gemörsert
💠 Den Brei in ein feuerfesten Glas gefüllt und dann mit Olivenöl bedeckt
💠 Wallend gut 10 Minuten aufgekocht (meine Laborgläser kann ich direkt auf eine Herdplatte stellen, wer mit anderen Gläsern arbeitet kann diese in ein Wasserbad stellen)
💠 Über Nacht ziehen lassen
💠 Nochmal aufgekocht (bis die Flüssigkeit verdampft ist)
💠 Durch einen Teefilter abgeseiht
💠 Von der Menge Öl 10% Bienenwach berechnet und dazugeben (vegane Alternative: 20% Beerenwachs)
💠 Noch einmal zusammen erhitzt bis das Bienenwachs eingeschmolzen ist
💠 In sauberen Tiegel abgefüllt

Keine Angst vor Wasser solange ihr mit genug Hitze arbeitet!  Probiert es einfach mal aus, für mich qualitativ kein Vergleich zu den erst seit wenigen Jahren (im Vergleich zur Salbegeschichte) gehypten Kaltauszügen.